Die englischen Kategorien bleiben

Okay. Es wird Zeit für eine wahrscheinlich längst überfällige Entscheidung. Dieses Blog wird künftig wieder auf Deutsch erscheinen. Es auf Englisch zu führen, war ein Experiment und eine interessante Erfahrung, aber das Resultat ist in zweierlei Hinsichten unbefriedigend.

  • Erstens erhöht die Sprachbarriere für mich als Autor die Schwelle, überhaupt Beiträge zu schreiben: Ich muss mich jedes Mal überwinden, in die immer wieder fremde Sprache einzutauchen, und verwerfe Themen, die nur von Bedeutung für eine hiesige Leserschaft sind.
  • Zweitens erreiche ich auf Englisch viele Leute nicht wirklich, die mir als Leser eigentlich wichtig wären – nicht, weil die Sprachkenntnisse fehlten, sondern weil man sich einfach nicht angesprochen fühlt.
Dadurch habe ich mich in den letzten Monaten auch der Herausforderung nicht gestellt, Scarlatti ein klareres Profil zu geben: Es ist ein Gelegenheitsblog geblieben, das sich jeder Verantwortung entzieht – nur sporadisch aktualisiert, und weder wirklich privat, noch wirklich auf andere Themen fokussiert.

Der Kompromiss ist nun, dass hier wieder Deutsch gesprochen wird, und nebenan weiter Englisch. Scarlatti wird weiterhin ein primär privates Blog bleiben, aber ich werde hier häufiger und vielleicht auch deutlicher Stellung beziehen, als es bisher der Fall war. Orchis Tower wird wie ursprünglich geplant der Platz für meine Beobachtungen und Überlegungen zu chinesischen Medien sein, aber vielleicht ist dort hin und wieder auch Platz für andere Themen. Wenn die Zeit es erlaubt und das Thema es hergibt, erscheint vielleicht auch gelegentlich ein Beitrag in beiden Sprachen.

5 Kommentare

  1. Die Begründungen finde ich nachvollziehbar, die Rückkehr zum Deutsch konsequent und richtig. Wird sich das auch auf Ihr Twitter-Gezwitscher ausdehnen?

  2. Nein, Jens, Twitter bleibt für mich erstmal eine englischsprachige Zone. Es sei denn, ich fädele mich in deutschsprachige Diskussionen ein oder spreche direkt deutschsprachige Zwitscherer an. Klar, die Argumente wären die gleichen, aber irgendwie macht mir das Englische auch Spaß, und dort wiegen die Gegengründe nicht so schwer wie beim Blog.

  3. klingt gut. mit der ansprache haben sie wohl recht. eine andere sprache ist nie so wirklich persönlich. dass sie nur sporadisch etwas neues bloggen und die themen nicht eingegrenzt sind, finde ich gut. ich mache es genau so. fachblogs können zwar spannend sein. das private lässt sich aber eigentlich nicht auf feste themen eingrenzen – bestenfalls lassen sich schwerpunktthemen und richtungen festlegen.

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