Lektüren zum Frühlingsbeginn

Sebastian Haffner: Geschichte eines Deutschen

Sebastian Haffners elegante Miniaturen über Nazi-Deutschland gehören zu den wenigen Büchern, deren Lektüre ich jedem verordnen würde, wenn ich es könnte. Seine Einsicht, dass es beim Nationalsozialismus nicht eigentlich um ein politisches Programm geht, sondern um einen Typus, einen Charakter, geht mir immer durch den Kopf, wenn mich auf der Autobahn wieder einmal eines dieser Autos mit dem Schlagring-Logo jagt.

Antal Szerb: Das Halsband der Königin

Weit besser als Szerbs viel gelobter Roman „Reise im Mondlicht“, ist dies zu Marie Antoinettes 250. Geburtstag im Jahr 2005 neu aufgelegte Buch, ein an Stefan Zweig geschultes Stück literarischer Geschichtsschreibung, wunderbar reich an lebendiger Gelehrsamkeit, realistischer Imagination und menschlicher Einsicht.

Peter Carey: Theft. A Love Story

Ein Künstlerroman…! Aber wild und nett, und eine alles in allem spannend und sauber erzählte kleine Story. Die zeigt, dass es nur wenige Dinge gibt, mit denen man bei einer richtigen Liebesgeschichte das Happy End vermasseln kann. Oder auch wieder nicht.

4 Kommentare

  1. was ist hier denn passiert? ist der lenz hindurch gerauscht? man sieht noch die blätter und kleinen ästchen überall liegen, die der grüne wind mitgebracht hat.

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