Wechsel

Ein Unternehmen, das mich seit Beginn meines Lebens zuerst getragen, dann begleitet, und mir über manche finanzielle Durststrecke sanft hinweg geholfen hat, klingt langsam aus. Ein anderes, das mich hoffentlich bis zum Ende meines Lebens positiv fordern und in Atem halten wird, befindet sich in Gründung: Nach dem Termin beim Notar vor ein paar Tagen haben wir heute bei meiner alten Familienbank das notwendige Geschäftskonto eingerichtet und unser kleines Stammkapital eingezahlt. Notarsiegel Ich habe eigentlich keinen Sinn für’s Geldverdienen, und erst recht keinen ‘entrepreneurial spirit’. Schon die geringen Herausforderungen meiner kurzen freiberuflichen Arbeitsperiode Anfang der 2000er Jahre haben mich rettungslos überfordert. Dennoch bin ich diese Woche auch ein bisschen stolz, weil der Wechsel einen Übergang von der Passivität (Vaters Erbe, Alimentierung) in die Aktivität (eigene Ideen, Risiko) bedeutet – auch wenn die Gestaltung des neuen Projekts vor allem in den Händen anderer liegt.

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