Lektüren zum Jahreswechsel

Fionavar Tapestry – Guy Gavriel Kay

Die Empfehlung, die Byzanz-Romane von Guy Gavriel Kay zu lesen, habe ich aus dem Weblog des US-Ökonomen Brad de Long – kaum ein anderer hätte mich dazu bringen können, meine Abneigung gegen Fantasy zu suspendieren. Kays frühe Fionavar-Trilogie ist lange nicht so gut wie seine späteren historischen Fiktionen. Aber immer noch ziemlich okay.

China Shakes The World – James Kynge

Das wahrscheinlich beste China-Buch der letzten Jahre. Kynge war Bürochef der Financial Times in Beijing und vertritt dort jetzt die Geschäfte der Pearson Group. Sein anekdotenreicher, dabei in tiefem Hintergrundwissen und großer Sympathie für den Gegenstand fundierter Bericht liest sich wie im Flug. Nein, besser.

Boyd. The Fighter Pilot Who Changed The War – Robert Coram

Diese exzellent recherchierte Biographie erzählt die Geschichte eines modernen Haudegens aus den USA. John Boyd war nicht nur der wohl beste und einflussreichste Kampfpilot des Kalten Krieges, er entwickelte auch eine eigenständige Militärstrategie in der Tradition von Sun Zi, mit der er Clausewitz und das traditionelle Pentagon herausforderte. Seine Theorie bildet unter anderem die Grundlage des Konzepts vom 4th Generation Warfare, mit dem amerikanische Theoretiker zur Zeit verzweifelt versuchen, die Herausforderungen ihrer unerwartet asymmetrischen Kriege zu verstehen.