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Ordnung und Fortschritt

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Chicken

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25 Jahre

Vor einigen Tagen hat mich die Nachricht erreicht, dass Seth Roberts am 26. April auf einer Wandertour in der Nähe seiner Heimatstadt Berkeley gestorben ist.

Ich habe Seth im Herbst 2008 in Beijing kennengelernt, in einem Café im Universitätsviertel nahe der Qinghua-Universität, das damals noch den schönen Namen ‘Sculpting in Time’ trug (heute heißt es ‘Bridge’). Dieses Café ist einer jener für Beijing typischen Plätze, wo man rund um die Uhr abhängen oder arbeiten kann, mit kostenlosem Wifi, Kaffee, Kuchen und amerikanisiertem Italo-Food. Die Mehrzahl der Besucher sind ausländische Studenten, aber auch Chinesen treffen sich dort gerne.

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Gerade habe ich den Text eines Studenten zum Thema Lost Places-Fotografie redigiert. Das hat die Erinnerung wachgerufen an ein Erlebnis im Sommer des Jahres 1971. Damals war ich als Junge mit meinen Eltern und Geschwistern per Auto in Schottland unterwegs.

Ein verlassenes Bootshaus an einer Küstenstraße im Süden der Isle of Skye brachte uns zum Aussteigen. Uns fiel die außerordentlich schöne und reichhaltige Vegetation des Küstenstreifens auf. Deshalb folgten wir einem Pfad durch urwaldartiges Grün ins Landesinnere. Schon nach Kurzem wurde klar, dass es sich um einen verwilderten Park handelte, voller Blumen und exotischer Pflanzen. Wenig später erreichten wir den dazugehörigen Herrensitz – eine Schlossruine, die aber wohl teilweise noch vor nicht allzu langer Zeit bewohnt gewesen war.

Foto: Wojsyl / Wikimedia Commons

Armadale Castle heute (Foto: Wojsyl / Wikimedia Commons)

Die Tür war nicht verschlossen, und wir verschafften uns Eintritt. In der Halle starrte uns von der Wand ein riesiger Hirschkopf an, nur mehr Geweih und Schädel, von dem das Fell in Fetzen herunterhing. Ein umgeworfener Rollstuhl, verrottete Möbel, Geschirr, sogar noch aufgeschlagene Bücher. Alles sah so aus, als hätten die Bewohner das Schloss irgendwann in den 20er Jahren überstürzt verlassen, ohne etwas mitzunehmen, ohne Haushaltsauflösung und Entrümpelung.

Nach einem ausführlichen Streifzug durch die Räume und die umliegenden Gartenanlagen verließen wir das Anwesen in ehrfürchtiger Stimmung. Wir haben uns dann im nächsten Ort nach dem Namen erkundigt. Armadale Castle hieß es. Die weiteren Auskünfte haben wir wegen des starken schottischen Dialekts des Pub-Owners nicht so recht verstanden, aber der Name ist mir im Gedächtnis geblieben.

Wie (fast) jedes Jahr habe ich auch heuer wieder einen Vortrag zur re:publica beigesteuert. Das Technikteam dieser phantastischen Großveranstaltung war blitzeschnell, und so kann ich – nur zwei Tage später – meinen Talk hier präsentieren:

Die Diskussion um das Verhältnis von Journalismus und Aktivismus, an die ich anknüpfe, wird schon seit längerem immer mal wieder geführt. Unser Dieburger Absolvent Martin Hoffmann, jetzt beim MDR in Magdeburg, hat dazu schon vor drei Jahren klare Worte gesagt, und erst kürzlich ist die Diskussion anlässlich des Videoauftritts von Glenn Greenwald auf dem Congress des Chaos Computer Clubs wieder hochgekocht.

Unbedingt lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch ein Vortrag, den der von mir hoch geschätzte Kollege Matthias Spielkamp im letzten November in Islamabad (out of all places!) gehalten hat: “Journalism after Snowden – How the Internet has changed media”.

(Kleiner Nachtrag: Das Friedrichs-Zitat über Charles Wheeler aus der Autobiographie verdanke ich den Kollegen vom Blog “Journalismus & Recherche”.)

Ha!

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Zander à la mode de Sichuan

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Go Vertical

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Wir haben gestern bei “Groundbreaking Journalism” berauschende Bilder gesehen, aufgenommen von Kamera-bestückten Coptern – Bilder von Sport Events, aber auch zum Beispiel vom Wrack der Costa Concordia. Leider ist oft da, wo man eine echte journalistische Relevanz sehen könnte – Griesheimer NSA-Komplex, BND-Neubau, Straßen- oder andere Schlachten – die Rechtslage problematisch. Trotzdem eine faszinierende Veranstaltung und eine spannende Perspektive für den Journalismus.

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Taktik und Strategie

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Meist macht Mercedes Bunz auf ihren Deutschlandtrips in Lüneburg halt, aber gelegentlich kehrt sie auch nach Berlin zurück. Gestern zum Beispiel. Vor einem überwiegend grauhaarigen Publikum hat sie bei der Heinrich-Böll-Stiftung darüber referiert, wie die digitale Revolution den Kapitalismus herausfordert. (Wo zeigt sich eigentlich der Generationenwechsel im grünen Kulturkreis? Nur mal so dahingefragt.)

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