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Talk Of The Town

Floppen wird es mit Sicherheit nicht, Apples elegantes neues Tablet. Wem die Videodemonstrationen der super-smoothen Ergonomie des Geräts als Argument nicht ausreichen, der muss nur die begeisterten Erlebnisberichte derer lesen, die es schon in der Hand gehalten haben. Meinem Lieblings-Gadgetblogger Stephen Fry hat sein Gejubel sogar den Vorwurf der Korrumpierbarkeit eingebracht. Und Fry ist extrem kenntnisreich und keineswegs leicht zu überzeugen. Nein, das iPad ist ein tolles, cooles Produkt, das für einen Großteil künftiger Mediennutzung praktisch maßgeschneidert ist.

Was einen nur wieder ärgern kann, ist die übliche Apple-Masche, seine treuen Anhänger durch zwei, drei Updatezyklen zu jagen, bis das Produkt seine Reifephase erreicht hat und mit allen Features aufwartet, die in ihm bereits angelegt sind. Das ist vordergründig cleveres Business, aber es zeugt auch von einer tiefen Verachtung gegenüber den Kunden. Sympathisch ist mir dieser Laden immer noch nicht. Aber ich bin sicher, dass ich mir ein iPad kaufen werde - spätestens sobald es über (mindestens eine) Kamera und echtes GPS verfügt, multitaskingfähig ist, und man seine Dateien applikationsunabhängig verwalten kann.

Zwanzig Zehn

2009 war für mich persönlich ein annus horribilis, das vor allem im Zeichen trauriger familiärer und privater Ereignisse stand. Gleichzeitig war es aber auch ein Jahr, in dem sich objektive, zeitgeschichtliche Prozesse mehr und mehr in den Vordergrund gedrängt haben. Ereignisse wie die fortgesetzte Finanzkrise und die völlig inadäquate, hilflose Antwort der Politik auf diese globale Katastrophe. Oder die rabiaten Vorstöße der Unterhaltungs- und Medienbranche, staatliche Regulierungen zur Sicherung ihrer überholten Geschäftsmodelle durchzusetzen. Wiederum scheint es, dass die traditionellen politischen Verfahren nicht in der Lage sind, etablierter Wirtschaftsmacht die notwendigen Grenzen zu setzen, selbst dann, wenn diese strukturell mit dem Rücken zur Wand steht.

Christiane Schulzki hat gerade mit einem etwas weiteren historischen Fokus zurückgeblickt und von einem “verlorenem, katastrophalen Jahrzehnt” des Datenschutzes gesprochen. (Wo wären wir, wenn es nicht wenigstens die unerschrockenen Aktivisten von Foebud gäbe?) Ich würde noch einen Schritt weiter gehen und auch im Hinblick auf den Journalismus, zumindest hierzulande, von einem “verlorenen Jahrzehnt” sprechen. Trotz der Medienrevolution, die unzweifelhaft im Gange ist, fehlt es an Ideen, Impulsen, neuen Produkten und Artikulationsformen. Stattdessen allenthalben Erosion und Stagnation.

Mir scheint, wir digital natives haben uns viel zu sehr von den formalen Prozessen faszinieren lassen, von all den Moden oder Hypes der letzten Jahre, von Facebook, Blogs und Twitter, von den angeblich ’sozialen’ Medien, deren großes Potential uns allen so wichtig ist, dass wir darüber Manifeste verfassen und Hymnen singen. Gleichzeitig sind wir damit gescheitert, Anliegen zu identifizieren und zu entwickeln, für die es sich lohnt, diese Instrumente in Anschlag zu bringen. Obwohl diese Anliegen, wenn man genau hinschaut, auf der Straße liegen. Und es scheint niemand sonst mehr da zu sein, der sie sich wirklich zu eigen macht.

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Whatever

Da es nun schon eine Zeitlang läuft und mir weiterhin Freude bereitet, kann ich wohl riskieren, auf das Fotoblog “Whatever” hinzuweisen, in dem ich seit ein paar Wochen visuell Tagebuch führe - ohne Kommentierung oder größeren Anspruch. Fast alle Bilder dort sind mit meinem iPhone 3GS aufgenommen und auch auf dem iPhone bearbeitet.

Für diejenigen, denen sowas Spaß macht, hier die Apps, die ich verwende:

  • PhotoForge - zum Beschneiden, für die RGB-Level, für Helligkeit, Farbsättigung und Kontrast etc.
  • TiltShiftGen - Fokuseffekte durch Vignettierung und Unschärfe
  • Camerabag - für einige standardisierte Bearbeitungsfilter, inbesondere für exzellente Schwarzweißversionen
  • ZoomLens - ein digitaler Zoom, der durch seine Extrapolationsverfahren Resultate generiert, die wie gemalt wirken
  • TrueHDR - sehr rudimentäres High Dynamic Range
  • ColorSplash - lustige Kombinationen von Farbe und Schwarzweiß

Ich bin sowohl was Fotografie, als auch was Bildbearbeitung angeht, ein kompletter Analphabet. Zu entdecken, wie einfach es ist, mit dem iPhone einigermaßen interessante Bilder zu produzieren, war für mich das eigentliche Weihnachtsgeschenk des letzten Jahres.


Mother

mother

92 years old, hemiplegic and without the capacity for speech for nearly eight years now, but still kicking ass…

Gadgets

In den letzten Monaten habe ich mich den Leidenschaften eines kleinen Jungen hingegeben und hemmungslos technisches Gerät angeschafft.

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Genau genommen im crossmedialen Video. Die aktuelle Folge von Mario Sixtus’ Elektrischem Reporter beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Nöten der Nachrichtenbranche. Mit dabei: der “Journalismus-Professor” LLM.

Und ich hab mich schon gewundert, wieso Sascha Lobo heute morgen in meiner Twitter-Gefolgschaft auftauchte…

(Der Typ da oben auf dem Still bin natürlich nicht ich, das ist Christopher Allbritton, ein leserfinanzierter Reporter.)

Verspätetes Update (08.01.10): Und hier gibt es Teil 2.

  • Sowjetisches Geld 22997 Rubel und 59 Kopeken, darunter ein Sparbuch über 6180 Rubel und 59 Kopeke
  • Diverse Weine 1229 Flaschen, meist ausländische Weine der Jahrgänge 1897, 1900 und 1902
  • Sammlung pornographischer Fotos: 3904 Stück
  • Pornographische Filme: 11 Stück
  • Zigaretten, verschiedene ausländische, ägyptische und türkische: 11.075 Stück

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Die Selbstverhinderer

Ich muss mein harsches Urteil über den freitag relativieren. Dieser anonyme Insiderbericht aus der SPD-Wahlkampfzentrale ist zwar etwas zu lang, aber trotzdem ein wunderbares Lehrstück, und stellt genau die richtigen Fragen.

World News

Al Jazeera’s eclectic internationalism - a feast of vivid, pathbreaking coverage - is a rebuke to the dire predictions about the end of foreign news as we know it.

The Atlantic Monthly hat’s auch bemerkt. Für diejenigen ohne digitales Kabel gibt’s den Spaß via Zattoo.

Short Messages

oktober_400

  • SMS 1: in guangzhou Octoberfest… pig’s knuckle and good beer
  • SMS 2: I cringe with embarrassment and sympathy when I see the germans try to make people laugh…

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